Wenn ich Kurz so reden höre, von wegen wir haben gegen eine richtig starke Mannschaft gespielt gibt er den Spielern Alibis anstatt ihnen welche zu nehmen. Er redet die eigene Mannschaft schwach, ein daraus resultierendes Ergebnis sind Kommentare "wie die Maus vor der Schlange verharrt" o.ä. die man anschließend im Spielbericht des Kicker lesen muss. Wenn Du so einen verunsicherten Haufen hast brauchst Du jemand der auch einen Ziemer überzeugen kann, daß er den Ball über die Torlinie bringt.
Vielleicht solltest du dir die PK vor und nach dem Spiel gegen Gladbach ansehen - wenn du's schon getan hast, mach's nochmal
Haben sie Dich also auch schon so weit gebracht...![]()
Wenn man das Gladbach-Spiel als Fix-Punkt nimmt, dann war das ziemlich eindeutig. Das hat m.M.n. nicht damit zu tun, dass man sich etwas einredet.
Ich hab' das Spiel im Stadion gesehen und danach in Komplett-Länge im TV. Wir haben so viel nicht falsch gemacht, aber es war schon sehr deutlich, dass uns Gladbach überlegen war und wir - gerade nach dem frühen Rückstand - trotz annähernd 90 Minuten Kampf, Leidenschaft, Herzblut nicht viel mehr herausholen konnten.
Vielleicht wäre es am einfachsten zu sagen, dass ich der Meinung bin einen Trainerwechsel zu vollziehen, wenn bis nach dem Stuttgartspiel immer noch die 0 bei den Punkten steht. Ich will nicht in die zweite Liga mit all ihren vor allem finaziellen Risiken und man sollte wirklich zur Not, die letzte Patrone zücken. Will man mit Kurz den beschwerlichen Weg gehen, dann würde ich mir zum gleichen Zeitpunkt ein klares Bekenntnis wünschen, und wäre damit dann auch zufrieden...
So könnte es laufen, sowohl Möglichkeit a) als auch
Es kommt halt jetzt vieles gerade auf die nächsten beiden Spiele an - Auswärtsspiel in Mainz gg. einen direkten Konkurrenten und Heimspiel gg. Wolfsburg, wo wir wirklich eine realistisch höhere Chance haben zu punkten als gegen Gladbach. Die Mannschaft ist in der Pflicht, ihre Leistung zu bestätigen, eher noch zu steigern. Dafür ist Kurz verantwortlich, das weiß er selbst. Er ist ja scheinbar am kritischsten mit sich und der Situation - das vergessen auch viele in der Diskussion. Da wird oft nur über die Trainerpersonalie geschrieben, als sei's eine auswechselbare Ware - wie beim Fußballmanager.
würdet ihr die trainersituation genauso beurteilen, wenn wir uns im frühjahr 2008 befinden würden?
ich bin jetzt mal so frei: nein, würdet ihr nicht.
man hätte angst um seinen verein, dass er in die bedeutungslosigkeit verschwinden würde. und man würde alle nötigen hebel in bewegung setzen (gesetzt sehen wollen), um dies zu verhindern - nach 12 spielen ohne sieg und größtenteils grottigen fussballs.
diese dramatik hätten wir im fall der fälle nun nicht, das stimmt.
aber ist das privileg "erste bundesliga zu spielen" denn so vernachlässigungswürdig, dass man in diesem falle nicht alles mögliche unternimmt?
ist ja schön, dass wir weich landen würden. aber weder finanziell noch qualitätiv sähe ich uns automatisch als topfavorit für den wiederaufstieg.
das könnten wieder jahre werden in dieser kackliga.
Ich halte ja eigentlich viel von deinen Beiträgen. In der Hinsicht kann ich deine Meinung und Argumentation wirklich nicht nachvollziehen. Die Situationen sind doch nicht annähernd vergleichbar. Wir hatten damals das totale Chaos, nicht nur in der Mannschaft und in Sachen Trainer-Entscheidungen, sondern v.a. im Umfeld, im Vorstand und im Aufsichtsrat. Die Lage war weitaus bedrohlicher und uneinsichtiger als jetzt.
Mit der Eingliederung von Stefan Kuntz und seinem Team hat sich vieles zum Positiven geändert. Die Strukturen sind klar. An der sportlichen Kompetenz wird selten gezweifelt. Dennoch bleiben viele FCK-Fans - zurecht! - wachsam und kritisch. Auch Kuntz ist kein Messias, aber er hat in mehrfacher Hinsicht die absolut richtigen und für den FCK genialen Entscheidungen getroffen, sodass die Vertrauensbasis vom Fan zu ihm ein wichtiger Faktor in dieser Diskussion ist. Nicht, weil Kuntz ein cooler Typ ist, sondern weil er's als Fußball-Fachmann und als Mann mit guter Menschenkenntnis einfach drauf hat!
Daher hat die aktuelle Bewertung der Situation weniger damit zu tun, dass wir bei einem Abstieg "weicher" fallen würden als 2008, sondern v.a. damit, dass wir noch immer ein gutes Gespann mit K&K haben, die Strukturen recht klar sind und es den Anschein macht, einen Plan zu haben.
Klar ist, dass vieles derzeit nicht rund läuft, aber es ist nicht hoffnungslos oder hat etwas mit einem zerstörtem Verhältnis zu tun, was nach dem Gladbachspiel deutlich wurde. Vorsicht geboten ist dennoch, weil die Bestätigung des Auftretens gegen die nächsten Teams, wie s.o. beschrieben, noch aussteht.
Ich sehe viel mehr ein neu zusammengestelltes, uneingespieltes Team, dem die Automatismen und Selbestverständlichkeiten (bedingt durch die Misserfolge) fehlen, nicht aber die nötige Bereitschaft alles zu geben - und ein Team, das die Tiefpunkte von Köln und München nun scheinbar überwunden hat und Schritt für Schritt die nötigen Punkte hamstern wird - zumindest für die Relegation. Die Mannschaft geht eine Entwicklung, aber sie muss auch die nächsten Schritte gehen. Aber wie ich vor ein, zwei Tagen schon mal sagte, haben sich die Umstände durch die vielen Wechsel etwas geändert und haben wir Krisen erlebt, die so nicht unbedingt vorhersehbar waren - vom Auftritt der Mannschaft bis zur Punktausbeute. Bei mir persönlich hat sich damit auch die Erwartungshaltung etwas gemindert, sprich Ziel muss v.a. die Relegation sein! Abgestiegen sind wir bisher auch nie als Letzter oder Vorletzter und werden wir auch dieses Jahr nicht!
Mir scheint aber jetzt, als ob einige Fans anfangen die Nerven zu verlieren, wenn ich von Vergleichen mit 2008 lese...