Wo fiel denn das Stichwort?
Zuletzt in 1292 und ansonsten auch oft genug. Es gibt definitiv Argumente gegen Kurz (sowie es natürlich auch welche für ihn gibt) - Trainerliebling ist für mich kein Argument, sondern nur nervig.
Ich habe nicht wirklich Lieblingsspieler, dafür kann ich mich nicht genug mit irgendjemandem identifizieren (ich identifiziere mich allenfalls mit der Mannschaft als Verkörperung und repräsentativste Einheit des Vereins). Aber Rodnei wäre für mich wohl am ehesten jemand, den ich mit dieser "Adelung" versehen würde. Ich weiß noch oft genug, dass ich ihn hier (natürlich nicht alleine) schon oft genug gegen sehr harte und teils sehr unsachliche Kritik verteidigt habe. Für mich ist er nach wie vor potentiell der beste Innenverteidiger - nur Potential allein bringt uns jetzt nichts, sondern Form (natürlich auch in Bezug auf Potential - ein Messi in schlechter Form ist wohl besser als ein Wagner in Bestform), Nervenstärke (Spieler können den Abstiegskampf nicht ernst genug, aber auch zu ernst nehmen - beides verschlechtert die abrufbare Leistung) und Fitness.
Es ist lange genug über Personal und System gesprochen worden - wenn ich 11 Spieler zusammenstellen müsste, die 2012 überzeugt haben, dann bekomme ich keine Mannschaft zusammen. Hält der Trainer an Spielern fest, dann ist er stur und hat Lieblinge - berücksichtigt er Spieler mit vielen Einsatzzeiten dann nicht mehr, ist er nicht mehr tragbar?
Wir sind in einer besonderen Situation (die Gründe dafür wurden schon oft angesprochen) und diese fordern eben besondere Maßnahmen. Dazu zählt auch, dass bestimmte Spieler nicht spielen, die wohl spielen würden, wenn wir 8 Punkte mehr hätten. Umgekehrt wäre ein Derstroff ohne die schlechten Leistungen der Flügelspieler in so kurzer Zeit nicht zu so vielen Einsatzminuten gekommen.
Ich kann die Resignation verstehen, ich habe auch nicht mehr viel Hoffnung. Aber wenn man schon nach der Kadernominierung anfängt alles schlecht zu reden und das Spiel abzuschenken, dann bringt das - was genau? Anders herum wird dann von den Spielern gefordert, an sich zu glauben und alles zu geben, während zahlreiche Fans im Internet schon vorher genau wissen, dass es mit Spieler XY und ohne Spieler AB nicht funktionieren kann...
Unser Vorstand hat sich diese Saison nicht mit Ruhm bekleckert, der Trainer auch nicht - die Fans im Stadion erschienen mir bisher sehr langmütig und dankbar für selbstverständliche Grundtugenden, aber was zeitgleich mit den Fans im Internet so abgeht ist wahrlich insgesamt kein Ruhmesblatt (neben den überzogenen Reaktionen auf Einzelspieler bei versagendem Kollektiv kommen noch das Streuen wildester Gerüchte und gegenseitige Selbstzerfleischung). Wer jetzt noch mitdiskutiert über den FCK darf sich einfach nicht vorwerfen lassen, kein FCK-Fan zu sein - ausnehmen möchte ich die Gerüchteköche, was die im Sinne haben, weiß ich nicht, aber der FCK kann es wohl kaum sein.
(Da hier momentan sehr dünnhäutig reagiert wird: Damit meine ich keinen konkreten User, sondern wollte einfach nur ansprechen, was mich generell derzeit stört. Dazu gehört vor allem, dass in Erfolgszeiten berechtigte Kritik zu kurz kommt und in Krisenzeiten Kritik maßlos übertrieben wird - trifft aber wohl nicht nur auf Fußball oder den FCK zu...)