4 Wochen Sperre für Lincoln!!!
Wenig zu dikutieren gab es nach der Spuck-Attacke von Lincoln
Leipzig - Schalke 04 hat den Gewinn des Ligapokals teuer erkauft.
Der Brasilianer Lincoln muss nach seiner "Spuck-Attacke" gegen Stuttgarts Thomas Hitzelsperger vier Wochen zuschauen. Das entschied das DFB-Sportgericht am Mittwoch.
Diese Sperre gilt für "jeglichen Spielverkehr", hieß es in einer Mitteilung durch das Sportgericht. Zudem erhielt der Mittelfeldstar eine Sperre für zwei Ligapokal-Spiele.
Kuranyi kommt glimpflich davon
Lincoln fehlt Schalke damit in den ersten drei Bundesliga-Punktspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern, bei Borussia Dortmund und gegen Borussia Mönchengladbach sowie in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde beim FC Bremerhaven.
Dagegen kam Kevin Kuranyi für seinen Platzverweis glimpflich davon. Der Nationalspieler erhielt eine Sperre von drei Spielen im Ligapokal und steht Trainer Ralf Rangnick somit zum Bundesliga-Auftakt am Sonntag gegen Lautern zur Verfügung.
Lincoln: "Es ist mir peinlich"
Lincoln war am Mittwoch ganz klein mit Hut. "Es ist mir peinlich und ich schäme mich auch für den Vorfall. Mir ist eine Sicherung durchgebrannt. Ich entschuldige mich bei Thomas Hitzlsperger, meiner Mannschaft, dem Verein und den Fans", sagte der Brasilianer.
Und weiter: "Natürlich würde ich diesen Moment am liebsten ungeschehen machen, das geht aber natürlich nicht. Jetzt werde ich meine gerechte Strafe zum Nachdenken nutzen. So etwas wird man nie wieder von mir sehen."
"Lincoln ist der Kopf der Mannschaft, das wird ein Loch geben. Das ist ein kleiner Schock für uns. Aber der Titel bleibt das Ziel", sagte Torschütze Kuranyi zur "Lama-Attacke" des Mittelfeldregisseurs.
Rangnick und Assauer verärgert
Auch Trainer Rafl Rangnick war verärgert. "Dieser Titel bedeutet mir nichts, es ist nur ein finanzielles Zubrot für den Verein", meinte Rangnick nach dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart.
"Es wäre mir lieber, wir hätten die Probleme nicht und Stuttgart könnte sich die Trophäe in die Vitrine stellen."
Kuranyi tritt, Lincoln spuckt
Kuranyi, der in der zehnten Minute nach genialer Hackenvorlage von Lincoln das goldene Tor erzielt hatte, spielte die turbulente Szene in der 67. Minute vor seinem Platzverweis herunter - obwohl ein Nachtreten gegen seinen Ex-Klubkollegen Silvio Meißner erkennbar war.
"Ich habe ihn nur weggeschoben", meinte der Nationalstürmer, gab aber zu: "Es war ein bisschen blöd von mir." Er habe mit Gelb gerechnet, sich außerdem nach der Partie entschuldigt.
Provokation von Meißner
Rangnick sah für die Hektik vor 40.500 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion in Referee Lutz Wagner aus Hofheim einen Mitschuldigen.
"Der Schiedsrichter hat zu lange lange Leine gelassen und dann das Spiel nicht mehr einfangen können", sagte der Coach. Meißner habe vorher zweimal erfolgreich versucht, die Achillessehne von Kuranyi zu treffen - nun solle dieser auch Manns genug sein, die Provokation zuzugeben.
Meißner meinte: "Er wird daraus lernen, wir haben uns immer gut verstanden - es wird keine weiteren Probleme zwischen uns geben."
Trapattoni: "Es gibt keine Entschuldigung"
Der VfB Stuttgart verließ aus anderen Gründen als die gut kombinierenden Schalker enttäuscht die WM-Arena.
Einzig der von den Schwaben als Kuranyi-Ersatz verpflichtete Jon Dahl Tomasson brachte nach seiner Einwechslung zur Pause ein wenig Schwung.
Die schlechte Leistung vor dem Bundesliga-Auftakt am Samstag beim Aufsteiger MSV Duisburg bereitete "Maestro" Giovanni Trapattoni Kopfzerbrechen: "Es gibt keine Entschuldigung. Ich frage mich, auf was die Spieler gewartet haben. So bekommen wir in der Bundesliga Probleme."
Quelle: Sport1.de