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wer spielt bei der WM im tor?

wer ist die nummer eins bei der wm?

  • lehmann

    Stimmen: 17 38,6%
  • kahn

    Stimmen: 27 61,4%

  • Umfrageteilnehmer
    44
alle experten sind ja nach dem bayern-Spiel gestern der Meinung, dass es ein Fehler war sich noch nicht zu entscheiden, weil Kahn scheinbar mit der Situation nicht zurecht kommt.

da sag ich nur, wenn er mit dem druck nicht klarkommt, ist es sein Problem und er hat es auch nicht verdient bei der WM zu spielen. Wie war das beim letzten WM-Finale? Kam er da etwa auch nicht mit dem Druck klar?



Und bei den Feldspielern ist es doch dasselbe, da ist auch (fast) keiner gesetzt. Da verlangt auch keiner dass sich Klinsi schon entscheidet welche 10 auflaufen.



Natürlich hat es der Herausforderer einfacher, weil er nur gewinnen kann. Kahn sieht die Topleistungen von Lehmann, auch in der CL, und meint er müßte dagegenhalten und spielt verletzt, was ja dann nach hinten losging.



Kahn tritt auf alle Fälle zurück wenn er nur Nr.2 wird. Damit käme er nie klar. Bei Lehmann bin ich da nicht so sicher.
 
Scheiß Bayern-Lobby! Was Hoeneß und Magath von sich geben, ist doch nur noch lächerlich. Leider traut sich keiner der "Experten", das auszusprechen.

Was wäre denn, wenn Klinsmann sich vor zwei Jahren auf Kahn als Nummer 1 festgelegt hätte? Dann hätte er jetzt ein größeres Problem.
 
erst der patzer gegen die usa und dann das... irgendwie sau witzig aber doch traurig, da kahn sowieso im tor stehen wird, obwohl lehmann der bessere is. lehmann passt auch viel besser ins system, kahn is einfach viel zu konservativ in seiner spielweise...

über die bayern lobby und die sog. experten sollte man sowieso nix geben :/
 
Verliert Kahn den Zweikampf mit Lehmann?

Die Krise des Oliver K.





Einsam und allein drehte er seine Runden. Während die anderen Bayern- Profi s am Sonntagvormittag ihre Enttäuschung über das magere 2: 2 gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln mit einem lockeren Trainingsspielchen bekämpften, trabte Oliver Kahn ( 36), der Torhüter, 25 Minuten lang um den Übungsplatz herum. Danach lehnte er sich an das Metallgitter am Rande des Grüns und gab sich locker. „ Ich bin die Nummer eins. Das wurde mir gesagt, und davon gehe ich aus“, sagte er. Kahn ergänzte: „ Ich werde jetzt nicht alles in Frage stellen, und meine sehr starke Saison lasse ich mir nicht kaputt reden.“

Nun, Kahn selbst muss nichts mehr in Frage stellen – die Fragen stellen sich längst von ganz allein.

67 Tage vor der WM- Ouvertüre gegen Costa Rica droht der Torhüter aus München zum Opfer des spektakulären Konkurrenzkampfs mit Jens Lehmann ( 36) um den Platz im deutschen Kasten zu werden, den Bundestrainer Jürgen Klinsmann im August 2004 ausgerufen hat.

Kahn zeigt Reaktion, also Nerven.

V on der Rippenprellung, die er sich gegen die USA ( 4: 1) zugezogen hatte, noch nicht vollends genesen, stellte sich Kahn am Samstag ins Tor – nicht 100prozentig fi t. „ Das hätte er besser gelassen“, sagt Trainer Felix Magath. Manager Uli Hoeneß meint: „ Mit Sicherheit hätte Oliver nicht gespielt, wenn die Torwartentscheidung klar gewesen wäre.“ Schon beim ersten Gegentreffer, 0: 1, sah der Bayern- Schlussmann bei einer Flanke nicht gut aus, das 1: 2 durch Albert Streits Fernschuss hatte er eindeutig zu verantworten. Zur Pause ließ sich Kahn – die Rippe! – wie schon vor Wochenfrist in Duisburg auswechseln; sehr zur Verärgerung seiner Kollegen verließ er bereits knapp eine Viertelstunde vor Spielschluss das Stadion. „ Vielleicht setze ich mich zu sehr unter Druck“, sagt Kahn und dies offenbar zu Recht. „ Vielleicht muss ich mehr auf meinen Körper hören.“ Fortan will er nur bei „ tausend Prozent“ Diensttauglichkeit mitspielen.

Ein Profi mit der Erfahrung von 494 Bundesliga- und 84 Länderspielen überhört die Warnungen seines Körpers – weil er spürt, dass sich die Waage im Zweikampf mit Jens Lehmann zu seinen Ungunsten neigt? „ Die Chancen stehen 50: 50“, sagt Nationalmannschafts* Manager Oliver Bierhoff, am Samstag auf der Tribüne in der Allianz Arena.

Die Entscheidung in der Torwartfrage werde erst Anfang Mai fallen, sowohl Kahn als auch Lehmann seien „ Persönlichkeiten, die für sich beanspruchen, dass sie diesen Druck wegstecken“. Müssen sie. Gerade bei einer WM. Beim FC Bayern indes gehen sie intern davon aus, dass die Entscheidung bereits gefallen sei – zu Gunsten des Arsenal- Keepers.

Kahn spüre nun, dass er keine faire Chance mehr habe und zeige daher Schwächen, während Lehmann extrem gelassen auftrete. Am Sonntag entspannte sich die bisherige Nummer zwei in London bei einem Familiennachmittag; zu den Ereignissen von München könne er „ nichts sagen“, so Lehmann, „ weil ich nichts gesehen habe“.

Stattdessen reden die Bayern* Macher. „ Von Anfang an“, sagt Hoeneß, sei diese Sache „ falsch gelaufen“, spätestens „ ein Dreiviertel- oder ein halbes Jahr vor der WM hätte man die Nummer eins festlegen müssen“. Den aktuellen Zustand fi ndet der Manager „ unbegreifl ich“, er fragt sich, „ was die jetzt noch beurteilen wollen“.

Als „ von Anfang an ungleich und ungerecht“ bezeichnete Magath das Duell, „ Kahn konnte nur verlieren, Lehmann nur gewinnen“.

Ein solcher Konkurrenzkampf könne nicht durch die letzten Spiele vor der WM entschieden werden, „ das passt alles nur für Herrn Lehmann, nicht für Oliver Kahn“. Zudem werde, siehe das Gegentor gegen die USA, nur noch über die Fehler Kahns gesprochen, nicht aber über dessen „ Weltklasseparade“ beim Stand von 1: 0, „ das ist doch alles eine ganz linke Nummer“. Beim FC Bayern gehen sie deshalb davon aus, dass Kahn bei negativem WM- Entscheid abtritt.

Klinsmann sagt, all diese Aufgeregtheiten brächten ihn „ in keinster Weise aus der Ruhe“, Kahns Patzer sei „ gar kein Problem“, der Wettkampf laufe „ über zwei Jahre“. Die Entscheidung werde „ in aller Ruhe Anfang Mai“ gefällt. H. KAISER/ K. WILD

kicker
 
Torwartduell

Die T-Frage und das Orakel von Huntington

Von Michael Horeni



04. April 2006 Als sich Oliver Kahn im Sommer 2004 vom ersten Schreck seiner Degradierung erholt hatte, wußte er schon sehr genau, was für eine Herausforderung auf ihn bis zur WM 2006 zukommen würde. "Auf der Torwartposition soll derjenige spielen, der in den nächsten zwei Jahren die konstanteste und beste Leistung bringt", sagte Kahn damals.



Er ahnte, daß sich der Wettkampf gegen Jens Lehmann zu einem "Marathon" entwickeln würde. Die Kriterien jedoch, die beim Kampf um das deutsche Tor den Ausschlag geben werden, sind immer im unklaren geblieben. Kahn und Lehmann konnten sie nie konkretisieren, Klinsmann weigerte sich beharrlich. "Fehler werden immer wieder passieren, auch einem Oliver Kahn. Wir haben immer gesagt, daß der Wettkampf um die Nummer eins über zwei Jahre geht", sagte der Bundestrainer auch am Sonntag nur.



Probleme der Mannschaft liegen in Abwehr und Sturm

Jürgen Klinsmann - Orakel von Huntington Beach



Aber was sind denn nun die Kriterien, die über die Nummer eins bei der WM entscheiden? "Ausschlaggebend ist die Frage: Was ist das Beste für die Mannschaft?" sagte Klinsmann im Stil des Orakels von Huntington Beach vor einer Woche. Wie die Wahl aber auch ausfällt: Sportlich ist - so oder so - kein großes Risiko für den Bundestrainer erkennbar. Die Probleme der deutschen Mannschaft liegen ohnehin nicht im Tor, sondern in der Abwehr und im Sturm.



Nach 21 Monaten lassen sich dennoch Kriterien erkennen, nach denen Klinsmann und Assistent Löw ihre Arbeit und ihre Nominierungen vornehmlich ausrichten: Fitness, Spielphilosophie, Teamfähigkeit, Entwicklungspotential und aktuelle Leistung. Aber es gibt bei der Torwartfrage auch noch einen anderen, womöglich gewichtigen Aspekt, auf den die beiden Torhüter jedoch keinen Einfluß haben: Die Wahl Lehmanns würde auch zu Klinsmanns bisheriger Haltung als Bundestrainer passen, weil sie weithin als Ausweis für Mut, Souveränität und Unabhängigkeit gegenüber den Fußball-Traditionalisten angesehen würde.



Fitness und Gesundheit:

Kahn macht sein Körper zu schaffen



Diese beiden Komponenten sind die Grundlage bei der WM-Auswahl. "Fitness ist nicht alles - aber ohne Fitness ist alles nichts", sagt Löw. Das gilt für die Feldspieler in besonderem Maß, aber auch für die Torleute. In diesem Punkt liegen im WM-Jahr die Vorteile bei Lehmann, dem zwar in der Hinrunde der Rücken schmerzte, der aber derzeit unwidersprochen von sich behaupten kann: "Seit Monaten fühle ich mich topfit."



Kahn, ebenso 36 Jahre alt wie sein Herausforderer, macht sein Körper weit stärker zu schaffen. Im Februar handelte er sich im Spiel gegen Hannover eine Oberschenkelprellung ein und fehlte mehrere Wochen. Im Länderspiel gegen die Vereinigten Staaten verletzte er sich bei seinem Patzer beim Gegentreffer der Amerikaner an der Rippe. Drei Tage später mußte er nach zwölf Minuten im Bundesligaspiel gegen Duisburg vom Platz - diesmal wegen eines eingeklemmten Nervs. Am Wochenende mußte er seinen Posten wieder wegen Rippenschmerzen räumen.



Spielphilosophie:

Lehmann spielt vielleicht auf dem besten Niveau seiner Karriere



Klinsmanns Spielphilosophie paßt besser zu Lehmanns Interpretation des Torwartspiels. Die Nationalelf spielt mit einer vorgezogenen (und wackeligen) Viererkette. Der Raum zwischen Viererkette und Torwart ist größer als früher - bei schnellen Gegenangriffen ist der Torwart immer wieder auch außerhalb des Strafraums gefordert. Ein aktives Torwartspiel, das Lehmann stärker betreibt als Kahn, ist daher von Vorteil.



Teamfähigkeit:



Beide Torhüter haben sich in dem Duell trotz ein paar Spitzen an die Spiel- und Verhaltensregeln gehalten, wobei sich die Situation für Kahn psychologisch deutlich ungünstiger darstellt. Er hat seine Stammplatzgarantie verloren und steht bis zum Saisonende immer unter dem Druck, seine Position verteidigen zu müssen. Lehmann kann hingegen als Nummer zwei (oder 1b) einen WM-Platz gewinnen.

Innerhalb der Mannschaft hat Kahn den größeren Einfluß



Innerhalb der Mannschaft hat Kahn den größeren Einfluß, auch wegen des Vorteils des Münchner Arbeitsplatzes. Aber Kahn wird auch geschätzt wegen seiner großen Erfahrung und des Umgangs mit schwierigen Situationen und seiner Führungsqualitäten - die ein junges Team besonders nötig haben könnte.



Entwicklungspotential:



Auch wenn es sich für 36 Jahre alte Torhüter scheinbar verbietet von Steigerungsmöglichkeiten zu sprechen - beide Torhüter haben sich unter Klinsmann verbessert. Der interne Wettkampf wirkte sich leistungsfördernd aus. Kahn hat sich vor allem in der Vorsaison erheblich gesteigert, und auch in der Hinrunde dieser Spielzeit hinterließ er einen exzellenten Eindruck. Lehmann spielt vielleicht sogar auf dem besten Niveau seiner Karriere.



Aktuelle Leistung:

Nicht nur Ronaldo verzweifelte am deutschen Torwart von Arsenal



Die Nervenbelastung, die das Duell nicht zuletzt auch ist, hinterläßt bei Kahn offenbar stärkere Spuren. Lehmann, in der Liga auch nicht immer fehlerfrei, stellte in der Champions League einen neuen Rekord mit sieben Spielen ohne Gegentor auf. Kahn unterliefen in den vergangenen Wochen mehrere Patzer. Auch auf seine größte Stärke, der Reaktionsfähigkeit auf der Linie, konnte er sich zuletzt nicht mehr verlassen.



Text: F.A.Z., 04.04.2006, Nr. 80 / Seite 32
 
Lehmann wird und soll es sein! Der reisst nicht so wie der Kahn sein Maul auf und zeigt mit Arsenal, was eine super Defensive zeigt und da ist der Keeper ja schließlich auch sehr wichtig. So Fehler wie Kahn sie sich in den letzten paar Jahren immer mal leistete, dürfen nicht passieren!
 
INTERVIEW-POSSE



Zensor Bierhoff und die Torwart-Frage



Von Steffen Gerth



Der Wettstreit um die Nummer eins im Tor des deutschen Nationalteams bekommt immer absurdere Verlaufsformen. Jens Lehmann wurde gestern Abend in eine prekäre Situation gebracht, schlug sich trotzdem wacker. Derweil spürt auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann, dass es Zeit ist zu handeln.







Hamburg - "Ich werde mich morgen mit meinem Trainerstab zusammensetzen und die Frage diskutieren", sagte Klinsmann. Es ist gut möglich, dass der Bundestrainer schon früher als beabsichtigt im Mai bekannt gibt, wer bei der WM (9. Juni bis 9. Juli) erster deutscher Torwart sein wird. "Schaun mer mal", witzelte Klinsmann. Allerdings betonte der 41-Jährige, dass er noch kein Urteil getroffen habe, sprach aber von einer "menschlich schweren und harten Entscheidung".



REUTERS

Torwart Lehmann: "Ich bin optimistisch"

Dass die neue Eile des Bundestrainers dringend geboten ist, bewies der Mittwochabend. Denn nach dem 0:0 des FC Arsenal bei Juventus Turin kann Jens Lehmann eine bemerkenswerte Champions-League-Bilanz vorweisen: In acht Spielen in Folge blieb sein Team ohne Gegentor. Arsenal hatte das Viertelfinalhinspiel 2:0 gewonnen, steht nun erstmals in der Vereinsgeschichte im Halbfinale der "Königsklasse" und trifft auf den spanischen Außenseiter FC Villareal. "Ich bin optimistisch, dass ich bei der WM spielen werde. Nach den letzten zwei Jahren wäre ich überrascht, wenn das nicht so wäre", betonte der 36-Jährige - mehr aber auch nicht.



Lehmann verzichtete auf große Gesten und starke Sprüche. Aus gutem Grund. Denn er wurde nach Abpfiff in eine unangenehme Lage gebracht. Als er erschöpft zum Interview beim TV-Sender Sat.1 gebeten wurde, da sah er sich nicht nur mit den Fragen des Moderators Oliver Welke konfrontiert, sondern auch mit denen Oliver Bierhoffs. Der steht beim Privatsender als sogenannter Experte und Co-Kommentator unter Vertrag - im Hauptberuf ist er allerdings Teammanager der deutschen Nationalmannschaft - also mitverantwortlich bei der Entscheidung, ob Lehmann oder Oliver Kahn (FC Bayern München) deutscher WM-Torwart sein darf.



Lehmann war das Unbehagen darüber in jeder Sekunde des Gesprächs anzumerken. Einerseits musste er auf die Fragen des TV-Profis Welke angemessen reagieren, andererseits hätte er sich mit jeder Antwort um Kopf und Kragen reden können. Denn der Hilfsjournalist Bierhoff stand Lehmann wie ein Aufsichtsbeamter zur Seite. Den Höhepunkt erfuhr diese Posse, als sich Bierhoff zum Zensor aufschwang und eine Frage Welkes als unfair einstufte.



Bierhoff antwortete für Lehmann



Dabei wollte der Fernsehmann nur wissen, ob Lehmann den Standpunkt der Bayern teile, dass diese Torwartfrage kein fairer Wettstreit sei, weil der Druck nur bei Oliver Kahn liege und Lehmann nichts zu verlieren habe. Bierhoff blockierte diese angemessene Neugier. Und entlarvte damit innerhalb von Sekunden, dass diese TV-Experten genau dann fehl am Platz sind, wenn journalistische Arbeit gefordert ist.



Lehmann bewies Standfestigkeit als er sagte, dass er einerseits Uli Hoeneß, den Manager des FC Bayern München verstehen könne. "Die vertreten ja die Vereinsinteressen, und die wollen natürlich, dass alle Spieler gut spielen. Wenn das nicht so ist, dann sucht man Ausreden und Gründe. Das ist ja menschlich."



Doch dann sprach der Torwart in eigener Sache: "Der Druck hier bei Arsenal ist unvergleichlich. Ich bin vor anderthalb Jahren aus dem Tor genommen worden, weil ich mal Durchschnitt war. Habe keinen großen Fehler gemacht, sondern war einfach Durchschnitt und war dann weg." Bei den Bayern oder sogar Deutschland würde so etwas nicht passieren, glaubt Lehmann. "Da hat man eine bequemere Situation." Die Aufregung der Bayern hält er für verständlich, "aber sie wird der Sache nicht gerecht."



Wer Lehmanns Gesicht anschaute, das Sat.1 würdelos in Großaufnahme über den Sender strahlte, erlebte einen Mann, dessen Gemütszustand zwischen Wut und Angst pendelte. Er hätte wohl gerne noch mehr gesagt, aber vielleicht war ja sein kurzer Ausbruch von Ehrlichkeit schon zu viel für den Aufpasser Bierhoff an seiner Seite.



Gesenkter Kopf, bebende Unterlippe



Der Teammanager verfiel dann in seine gewohnte Unverbindlichkeit: "Jens hat eine gute Partie gemacht, aber da war jetzt auch nichts Außergewöhnliches." Und so weiter. Und Lehmann stand hinter dem Pult wie ein Schulbube, der Angst hat vor einem Eintrag ins Klassenbuch: gesenkter Kopf, bebende Unterlippe.



Das Problem Lehmanns ist nicht seine Leistung, es fehlt ihm vielmehr an Fürsprechern. Denn Kahn hat einen Verein hinter sich, der lärmt und trommelt. Lehmann ist zwar der letzte Deutsche in der Champions League, aber auch der einzige Deutsche bei Arsenal. Und dessen Trainer Arsène Wenger hat andere Sorgen, als sich ständig um die Exklusivprobleme seines Torwarts zu kümmern.



Die Bayern kämpfen für Kahn: "Ich würde ihm empfehlen, selbst wenn die Entscheidung gegen ihn fällt, was ich nicht glauben kann, dass er die WM in Deutschland mitmacht", sagte Felix Magath. Abermals stufte der Bayern-Coach den Zweikampf mit Lehmann als nicht fair ein, weil Kahn mehr im Rampenlicht der Medien stehe und als bisherige Nummer eins mehr zu verlieren habe.



Lehmann sagte dann noch einen schönen Satz: "Ich bin guter Dinge, weil die sportliche Leistung auf dem Platz ausschlaggebend ist. Das ist auch der einzige Grund, nach dem man gehen kann. Sonst macht man sich ja unglaubwürdig."



Dazu fiel Bierhoff nichts mehr ein.



http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,410151,00.htmlhttp://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,410151,00.html
 
Offenbar Entscheidung im "T-Streit": Lehmann Nummer eins



Jens Lehmann hat sich nach Informationen von N24 im Torwart-Duell gegen Oliver Kahn durchgesetzt. Der 36-jährige Lehmann, der zur Zeit bei Arsenal London unter Vertrag steht, werde bei der Weltmeisterschaft erster Torwart der deutschen Nationalmannschaft sein, heißt es auch in einer Vorab-Mitteilung der "Bild"-Zeitung. Bundestrainer Jürgen Klinsmann habe Lehmann am heutigen Freitag darüber unterrichtet. (N24.de)



http://kicker.de/content/news/artik...iga=1&saison=2005/06&spieltag=29&gruppe=22695http://kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=7100&object=330567&liga=1&saison=2005%2F06&spieltag=29&gruppe=22695
 
Bin auch für lehmann hat einfach die besseren leistungen gezeigt und da ja klinsi immer betont dass es nach leistungen geht kann es eigentlich im moment nur lehmann heißen. Außerdem wäre ich auch dafür dass hildebrand nicht mitfährt. lieber enke , weidenfeller , rost oder jentzsch die sind besser
 
lehmann spielt zur zeit einfach konstanter, aber man darf auch den kahn faktor nicht auser acht lasse, viele stürmer kriegen doch das zittern am fuss wenn der oli imst kasten steh
 
das wäre das erste Mal das ich von Klinsi begeistert bin:-)


Mir gehts genauso...

Alle Achtung, hätt ich ihm net zugetraut, sich mit der BEiern-Connection anzulegen..
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Also ich weiß net...



Egal wie sehr man/ich die bayern hasst/hasse, ich glaube Kahn ist der bessere Torwart und ich glaube das er uns wie schon bei der letzten WM wieder ins Finale führen könnte.



Aber jetzt werden Klinsis Maßnahmen auch verständlich. Warum ist wohl Ballack Kapitän geworden...?
 
hier der ganze bericht von sport1





"T-Frage" entschieden: Lehmann ist die Nummer eins





Klinsmann (l.) entscheidet sich für Lehmann (r.) und gegen Kahn

München - Das lange Warten hat ein Ende. Die Entscheidung in der Torwartfrage ist gefallen.



Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sich nach Beratungen in München am Freitagmittag für den Herausforderer Jens Lehmann als WM-Torhüter entschieden.



Vier-Augen-Gespräch mit Kahn



In einem Vier-Augen-Gespräch hat er Kahn diese Entscheidung mitgeteilt. Offiziell wird der Bundestrainer in einer Pressekonferenz gegen 16 Uhr dazu Stellung nehmen.



"Dies war die schwierigste Entscheidung meiner Amtszeit", sagte Klinsmann.



Kahn maßlos enttäuscht



Die bisherige Nummer eins, Oliver Kahn, begab sich unmittelbar nach der Entscheidung zu Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, um das weitere Vorgehen zu besprechen.



In einer ersten Stellungnahme von Kahn hieß es: "Ich bin über diese Entscheidung von Jürgen Klinsmann sehr überrascht und maßlos enttäuscht. Ich werde mich nun in den kommenden Wochen voll auf meine Aufgaben beim FC Bayern, in der Bundesliga und im DFB-Pokal, konzentrieren."



Der FC Bayern teilte mit, dass man die Entscheidung für falsch halte, sie aber akzeptieren werde.



Tritt Kahn zurück?



Die Frage, die nun natürlich im Raum steht: Tritt Kahn aus dem DFB-Team zurück oder fährt er als Nummer zwei zur WM?



Diesbezüglich wollte sich Kahn noch nicht festlegen. "Über meine weitere Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft werde ich mir in den kommenden Wochen Gedanken machen und mich zu gegebener Zeit dazu äußern?.



"Lehmann passt besser in unsere Spielphilosphie"



Der Bundestrainer begründete die vorgezogene Entscheidung mit dem Druck, der in den vergangen Tagen entstanden war. Klinsmann: "Nach dem Spiel gegen die USA haben wir die Entwicklung in den vergangenen 22 Monaten intensiv analysiert und nun eine Entscheidung getroffen."



Nach Aussage von Torwart-Trainer Andreas Köpke gab es letzten Endes nur minimale Unterschiede in der Beurteilung von Jens Lehmann und Oliver Kahn. "Beide Torhüter haben außergewöhnliche Fähigkeiten. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass Jens Lehmann besser zu unserer Spielphilosophie passt", sagt Andreas Köpke.



"Natürlich ist Oliver enttäuscht"



Das Trainerteam hob die Einstellung von Oliver Kahn hervor, mit der er die Entscheidung aufnahm. Klinsmann: "Natürlich ist Oliver enttäuscht, aber er hat sich als wahrer Sportsmann präsentiert."



"Die Torhüterfrage wurde in der Öffentlichkeit in den letzten Wochen stark diskutiert. Die Trainer haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich appelliere an alle, diese Entscheidung zu respektieren und dem Team und Jens Lehmann das nötige Vertrauen entgegenzubringen", sagt Manager Oliver Bierhoff.

_________________________



was ich anmerken wollte: Frank Rost is ne Gurke!
 
yippiiiiiie ... irgendwie geil - Quellen sind ja BILD, N24 und dpa ... das wird schon stimmen und bin gleich echt mal auf die Reaktionen der Bayern gespannt.
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Um 16 Uhr ist Presse-Konferenz - hab meine Meinung diesbezüglich völlig geändert, erstens ist es mir relativ unwichtig, allerdings spricht echt nix gegen Lehmann.
 
Kahn könnte so viel Größe zeigen indem er sagt: "Nehm ich hin. Ich war jahrelang der beste Keeper der Welt, hab Trophäen gesammelt, aber nun ist Lehmann die Nummer 1..." usw....



Kahm würde nicht nur sportlich einer der Größten sein, sondern auch menschlich und charakterlich.



...das hab ich heute morgen mit meinen Dad beim Frühstück schon belabbert.
 
Kahn könnte so viel Größe zeigen indem er sagt: "Nehm ich hin. Ich war jahrelang der beste Keeper der Welt, hab Trophäen gesammelt, aber nun ist Lehmann die Nummer 1..." usw....


Kahm würde nicht nur sportlich einer der Größten sein, sondern auch menschlich und charakterlich.



...das hab ich heute morgen mit meinen Dad beim Frühstück schon belabbert.


naja, ich denke, das ist aus seiner sicht gar nicht so einfach. wenn du gewohnt bist, erfolgt zu haben und die nummer 1 zu sein und nicht daran zweifelst, dann gestehst du auch nicht so eine niederlage ein. das wird noch ganz schön an kahn nagen - abwarten ob er in bremen spielt.....
 
Stimmt, Jonny. Wenn Kahn jetzt über seinen Schatten springt und als zweiter Mann loyal mit zur WM geht, dann zeigt er Größe.



Ich trau es ihm jedoch nicht zu.
 
der tritt zurück, glaube so viel Grösse zeigt der nicht, zumindest in der Nationalmannschaft nicht ... kann sich ja jetzt mit Wörns zusammentun, verschwören und ´n Anti-Klinsmann-Club gründen ...
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Hatte ich doch Recht
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! Lehmann ist die Nummer eins. Habe mich riesig gefreut. Aber Lehmann ist nicht lang die Nummer eins weil Tim Wiese es bald wird
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;) . Spaß , aber ich hoffe es .Wen hättet ihr den Lieber als dritter Torwart ? Wiese oder Enke ? Wiese ist doch ganz klar besser. Ich kann es nicht verstehen warum keiner von Tim Wiese redet. Enke hat nicht mehr Erfahrung als Wiese ... , er spielt nicht besser als Wiese ... , er hatte glaub noch nie international gespielt ... ! Schreibt mal eure Gründe (will deswegen kein neuer thread aufmachen , passt hier auch rein ) .

MFG

TimWiese
 
Wiese hat in seinen JUNGEN Jahren gegen Juve gespielt
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und auch bei der U21 ...
 
Wiese hat in seinen JUNGEN Jahren gegen Juve gespielt
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und auch bei der U21 ...


1 mal gegen Juve.... und vielleicht 10 mal U 21....



und jeder in Europa kennt ihn jetzt als "den Depp von Turin" stell dir mal vor sowas würde ihm bei der WM passieren - der könnt auswandern...
 
mir wärs recht, es würde im alles ausser FCK ein fred zu wiese geöffnet, denn mit kahn, lehmann,der nummer eins und der nationalelf hat er ja nix zu tun.
 
finde es eine mutige un richtige entscheidung.lehmann is zur zeit einfach der bessere.

un kahn hat keine größe.größe zeigte er nur bei siegen ,noch nie bei niederlagen,auch deswegen wird er bei der wm golfen gehen.

als nummer 3 sollte es wohl zwischen enke un weidenfäller rauslaufen.

von der leistung sollte rost noch mit ,aber der is ja auch schon 35.
 
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