hier, was ich schon im anderen thread geschrieben habe:
Das Problem bei der ganzen Angelegenheit ist doch, dass sehr viele Fans/Mitglieder, bei denen es sich um juristische Laien handelt, nicht wirklich eine Trennung der Sachverhalte vornehmen. Das ist aber notwendig. Und wenn man das tut, wird man auch die Motivation bei der ganzen Sache verstehen.
a) Die unaufgeforderte Steuernachzahlung in Höhe von 8,9 Mio €, die der Verein damals vorgenommen hat, ist allein erstmal eine steuerrechtliche Sache. Sollte sich bei nochmaliger Prüfung rausstellen, dass da ein Betrag X zu Unrecht gezahlt wurde, wird der FCK diesen Betrag zurückerhalten.
Dies hat aber mit den Personen Göbel und Jäggi rein rechtlich erst einmal nichts zu tun. Das begreifen viele nicht, da sie die Dinge vermischen.
Die Strafanzeige beruft sich auf Untreue, § 266 StGB:
"Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, mißbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."
Den Anzeigenden geht es also darum, dass Jäggi und Göbel die durch Vertrag (Rechtsgeschäft) mit dem FCK eingeräumte Befugnis, als Vorstandsvorsitzender bzw. Controller die Vermögensinteressen des Vereins wahrzunehmen, mißbraucht und dadurch verletzt haben sollen.
Es reicht aber aus strafrechtlicher Sicht für die Erfüllung dieses Tatbestandes nicht aus, dass dem Verein durch die Steuernachzahlung ein Nachteil entstanden ist, denn bei dem ganzen Vorgang muss Vorsatz vorliegen.
Um es platt zu sagen: Die beiden müssten das "für extra" gemacht haben, also mindestens gewußt haben, dass sie dem Vereinsvermögen nachhaltigen Schaden durch eine unnötige Steuernachzahlung zufügen, und diesen Umstand zumindest billigend in Kauf genommen haben (das nennt man bedingten Vorsatz).
Und da, wie wir wissen, im deutschen Strafrecht die Unschuldsvermutung gilt, liegt die Beweislast auf staatlicher Seite. Das bedeutet, dass - falls es überhaupt zu einem Ermittlungsverfahren kommt, Jäggi und Göbel
nachgewiesen werden muss
, dass sie dem Verein
<span style="color:#FF0000;">vorsätzlich
</span> Schaden zugefügt haben.
Und dieser Beweis wird schwer zu führen sein, denn dass sich Jäggi und Göbel z.B. aus den 8,9 Mio nicht persönlich bereichert haben können, steht fest, da diese Summe an das Finanzamt geflossen ist. Einen persönlichen Vorteil hatten die beiden also nicht an der ganzen Sache.
Und genau an dieser Stelle kommt ins Spiel, warum sich Buchholz (in meinen Augen zurecht) aufregt, denn:
Wenn Göbel und Jäggi bei der Steuernachzahlung einen Fehler gemacht haben, dann kann das steuerrechtlich nachgeprüft werden und der Verein sein Geld zurückerhalten. Dazu braucht man kein Strafverfahren.
Der Sinn eines Strafverfahrens liegt allein darin, einen oder mehrere Täter für begangenes Unrecht zur Verantwortung zu ziehen. Das vorliegende Ermittlungsverfahren würde also - wenn es überhaupt eingeleitet wird - dem Verein FCK finanziell oder in sonstiger Hinsicht überhaupt nichts nutzen, sondern nur den Personen Jäggi und Göbel Schaden zufügen, und zwar in Form einer Geld- oder Freiheitsstrafe - wenn es zu einer Verurteilung käme.
Und daran erkennt man die Motivation derjenigen, die Göbel und Jäggi anzeigen wollen. Denn anstatt sich bei einer nochmaligen Steuerprüfung zu beteiligen und mitzuhelfen, dass der Verein evtl. falsch gezahltes Geld zurückbekommt, was dem FCK am meisten helfen würde, wird eine völlig sinnlose Strafanzeige gestellt, die dem FCK weder einen Cent mehr in die leeren Kassen spült, noch dafür sorgt, dass im Verein endlich Ruhe herrscht, im Gegenteil.
Ich bin nicht dafür, dass Fehler nicht korrigiert werden sollen, genauso wenig wie Jäggi für mich eine heilige Kuh ist (was mir viele unterstellen). Und wenn die 8,9 Mio damals tatsächlich zum Teil oder ganz zu Unrecht an das Finanzamt geflossen sind, dann war das ein großer Fehler und dann muss dafür gesorgt werden, dass der FCK dieses Geld zurückbekommt.
Aber was da jetzt abläuft, ist mal wieder das übliche Bauerntheater Kaiserslautern, was diesem Verein ohne Ende schadet und sein Umfeld immer mehr vergiftet. Denn hier wollen einige Dunkelmänner, die nicht einmal genannt werden wollen, offenbar schlicht und einfach zwei Leute hängen sehen. Und somit ist für mich die Motivation der Verantwortlichen, die hinter der Strafanzeige stehen, nichts anderes als das Übliche:
Persönliche Eitelkeiten und Rachegelüste auf dem Rücken des Vereins befriedigen.
Es ist nur noch zum Kotzen. Diese Dinge werden den FCK zerstören. Und alle machen munter weiter.
WER AUCH IMMER SIE SIND: SCHÄMEN SIE SICH!!!!